KARATE (leere, unbewaffnete Hände) ist eine fernöstliche Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung,
die sich ab ca. 1600 n. Chr. auf der japanischen Insel Okinawa aus einer Kombination des chinesischen
Boxens (Kung fu) mit einer einheimischen Kampfkunst entwickelte. Ziel dieser alten Verteidigungskunst war es,
den Gegner mit einem einzigen Schlag oder Fußtritt kampfunfähig zu machen ( Ippon).

Gichin Funakoshi, einer der größten Meister und Begründer des modernen Karate lehrte aber auch, daß nur
die Hinführung zu einem erhabenen Geist und eine Haltung der Demut diese Kampfkunst vervollkommnet.
Ein gutes Training im Sinne des Karate-Do ( Weg des Karate) beinhaltet also nicht nur die körperbezogenen
Elemente Kihon (Grundschule), Kumite (Partnertraining , Kampf) und Kata (Perfektionstraining im Raum),
sondern vor allem die Hinleitung des Schülers zu moralischen Werten wie Achtung vor dem Gegenüber,
Selbstdisziplin und Bescheidenheit.

In diesem Sinne wollen wir trainieren und auch der Name unseres Vereines soll dies verdeutlichen:
-Bushido - Der Weg des Kriegers beinhaltet vor allem die Philosophie und den Ehrenkodex, der den Samurai
eigen war. Wir sollten also nie vergessen, was Funakoshi sagte: "Ohne Höflichkeit geht der Geist des Karate
verloren."

Im Karate gibt es sehr viele verschiedene Stilrichtungen, die meist von einem hohen Karatemeister gegründet
wurde. Die Stilrichtung die wir betreiben heißt "Shotokan" und wurde in seiner ursprünglichen Form von
Sensei Gichin Funakoshi entwickelt.

Karate ist aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.

Moderne und wirksame Selbstverteidigung

Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Ein Sport für alle

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist nicht nur interessant für Jung und Alt. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb entscheiden sich viele Menschen jeden Alters für diesen Sport.
Anfängerkurse erleichtern den Einstieg. Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen. Die farbigen Gürtel der Budo-Sportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.

Wettkampf und Tradition

Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampf-Disziplinen unterschieden: Beim "Kumite" (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, Stoß-, Schlag- und Tritt-Techniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampf-Partner ausgeschlossen sind: Wer sich nicht daranhält, wird disqualifiziert!
Die Disziplin "Kata" ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehr-Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt. Manche Kata wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeuge der Tradition des Karate.
Jedem Vereinsmitglied ist die Teilnahme an Wettkämpfen und Turnieren freigestellt – ob im Kumite oder in der Kata, das entscheidet jeder selbst!

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Kanji Schriftzeichen
für „Karatedō“